Sie befinden sich hier

11.12.2017 12:46

Neueste 3D-Technik zur Dokumentation des spätmittelalterlichen Kehrrades von Bad Schlema getestet

Aktuell befinden sich die Montanarchäologen im Bereich der Radachse; © Autor: Martin Jehnichen.

Ein erster gemeinsamer Feldversuch des Projektes "VirtualArch - Visualize to valorize" mit dem Dresdner AchaeoMontan-Team; © Landesamt für Archäologie Sachsen.

Es wurden der "Trimble DPI 8 Handheld 3D-Scanner" und der "Artec EVA 3D-Scanner" unter Tage getestet; © Landesamt für Archäologie Sachsen.

Am 27./28. November 2017 fand in Dresden die internationale Eröffnungskonferenz des Interreg CENTRAL EUROPE-Projektes "VirtualArch - Visualize to valorize" zum Thema "Best practice in visualization and virtual reconstruction of hidden archaeological heritage" statt.

Bereits einen Tag später wurde ein erster Feldversuch gemeinsam mit dem Dresdner AchaeoMontan-Team durchgeführt. Im Rahmen der 3D-Dokumentation des Kehrrades von Bad Schlema konnte Jiří Unger vom Archäologischen Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften (Akademie věd České republiky) einen neuen 3D-Scanner testen.

Ziel war, dass der Einsatz des "Trimble DPI 8 Handheld 3D-Scanner" unter Tage getestet und mit dem Einsatz des ArchaeoMontan-Scanners "Artec EVA 3D-Scanner" verglichen werden sollte. Beide Geräte kamen bei der 3D-Dokumentation des etwa 15 m unter Tage befindlichen Kehrrades aus der Zeit um 1500 zum Einsatz.

Aktuell befinden sich die Montanarchäologen vom ArchaeoMontan-Team im Bereich der Radachse des rund 11m durchmessenden Kehrrades. Die Achse, in der Fachsprache auch Welle genannt, sowie die dazugehörigen Konstruktionshölzer müssen so exakt wie möglich dokumentiert werden.

In den kommenden Monaten werden die weiteren Aufwältigungsarbeiten der Bergsicherung Schneeberg GmbH zeigen, welche Konstruktionsteile sich seitlich an der Welle befunden haben. Im Anschluss an die Dokumentationsarbeiten wurden die hölzernen Bauteile des Kehrrades mittels technischer Unterstützung durch die Bergsicherung Schneeberg zutage gefördert. Sie werden zur Restaurierung in das Landesamt für Archäologie Sachsen gebracht. Die generierten 3D-Daten werden derzeit aufbereitet - wir sind gespannt auf die Ergebnisse!