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Projektveranlassung

Nach dem verheerenden Hochwasserereignis im Jahre 2002 wurden bis dahin vollkommen vergessene unterirdische Hohlräume unter der Stadt Dippoldiswalde entdeckt. Als dann 2008 das Landesamt für Archäologie Sachsen durch das Sächsische Oberbergamt Freiberg zu einer ersten Begutachtung nach Dippoldiswalde gerufen wurde, war nicht absehbar, dass die in den Gruben durchgeführten Sicherungsarbeiten zur Entdeckung europaweit einzigartiger montanarchäologischer Funde führen würden. Es handelte sich um gut erhaltene Bergwerke nebst technischer Ausstattung des 12.-13. Jahrhunderts. 

Ausgehend von diesen sensationellen Entdeckungen etablierte sich die Erforschung der archäologischen Relikte des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen zu einem der wichtigsten Forschungsschwerpunkte der sächsischen Landesarchäologie. Auch in der Tschechischen Republik führte dies in den folgenden Jahren zur Bedeutungssteigerung der Montanarchäologie im böhmischen Erzgebirgsraum.

Schon bald wurde der Bedarf einer grenzübergreifenden fachlichen Kooperation und eines regelmäßigen Wissenstransfers der tschechischen und deutschen Forscher aufgrund der gemeinsamen mittelalterlichen Bergbaugeschichte mehr als deutlich. So wurde im Jahre 2012 das internationale Projekt ArchaeoMontan ins Leben gerufen, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union finanziert wurde. An dessen erfolgreichen Abschluss im Frühjahr 2015 schließt sich das Nachfolgeprojekt ArchaeoMontan 2018 an. Auf der Grundlage der bislang gewonnenen Ergebnisse können seit Herbst 2015 wieder zahlreiche Wissenschaftler unterschiedlichster Fachdisziplinen beiderseits der Grenze an der Erschließung mittelalterliche Bergbauspuren beidseits des Erzgebirgskamms zusammenarbeiten.

Unter Tage in Dippoldiswalde, © Autor: Martin Jehnichen
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.08.2016

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