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3D-Fund- und Befunddokumentation

Eine der wichtigsten Aufgaben im ArchaeoMontan 2018-Projekt ist die Dokumentation der montanarchäologischen Strukturen. Unter Tage erfolgt die Vermessung der Befunde mit der konventionellen tachymetrischen Aufnahme zur exakten Georeferenzierung und vektorisierten Darstellung der Grubengebäude für die Erstellung von CAD-Plänen und schematisierten Drahtgittermodellen (s. Video, © LfA Sachsen).

Neue Methoden wie das 3D-Laserscanning und die Mehrbildphotogrammetrie (Structure from Motion) unterstützen und ergänzen die Vermessung mittlerweile sehr effektiv. So können dreidimensionale, raumbezogene Daten gewonnen werden, die die Befundsituation und -oberfläche lagegenau, vollständig, fotorealistisch und objektiv wiedergeben sowie animierte 3D-Visualisierungen ermöglichen (s. das Bild und das dreidimensionale Modell der nischenartigen Ausarbeitung).

© LfA Sachsen, Nischenartige Ausarbeitung im mittleren Bereich des Schachtes, Glashütter Str., Dippoldiswalde

Die geborgenen meist organischen Funde werden einem langandauernden Restaurierungsprozess unterzogen und sind so der wissenschaftlichen Untersuchung für viele Monate bis zu einigen Jahren entzogen. Um dennoch mit den Funden arbeiten zu können, werden sie im 3D-Labor hochauflösend gescannt. Die schnellen und vor allem zerstörungsfreien Messverfahren eignen sich dabei besonders für die empfindlichen montanarchäologischen Feuchthölzer. Eine Auflösung im 3D-Modell von bis zu 18 µm zeigt auch kleinste Bearbeitungsspuren. Während die Hölzer danach für lange Zeit im Konservierungsbad lagern, kann direkt an den 3D-Modellen geforscht werden. Neben der Funddokumentation werden die dreidimensionalen Daten auch für fotorealistische Visualisierungen, Rekonstruktionen, Reproduktionen oder für die Ausstellungsplanung genutzt.

Steigbaum
© LfA Sachsen, Steigbaum
Erztrog
© LfA Sachsen, Erztrog
Fahrt
© LfA Sachsen, Fahrt (Farbvariationen)
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.08.2016

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