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25.04.2017 15:58

Rückblick: Internationale montanarchäologische Fachtagung „ArchaeoMontan. Krušná krajina – Erz(gebirgs)landschaft – Ore Landscape“

Presseinformation

Kulturhaus Střelnice in Kaaden, © M. Žihla, ÚAPPSZČ, v.v.i.

Petr Lissek (ÚAPPSZČ, v.v.i.) begrüßt die Tagungsgäste, ÚAPPSZČ, v.v.i.

Matthias Schubert (LfA Sachsen) stellt das Projekt ArchaeoMontan vor, © M. Žihla, ÚAPPSZČ, v.v.i.

© M. Žihla, ÚAPPSZČ, v.v.i.

Von 30. bis 31. März 2017 veranstaltete das Institut für archäologische Denkmalpflege Nordwestböhmens Most in Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen im Kulturzentrum Kadaň die internationale Tagung „Krušná krajina – Erz(gebirgs)landschaft – Ore Landscape“. In 32 Vorträgen wurden den Teilnehmern die Zwischenergebnisse des Projektes ArchaeoMontan vorgestellt und damit die komplexe Herangehensweise der interdisziplinären und internationalen Forschungen zu den im Fokus stehenden Bergbaurelikten präsentiert.

Renommierte Fachkollegen stellten den 150 Tagungsteilnehmern bspw. erste Ergebnisse der Quellenstudien sowie die geplante Edition bergbaurelevanter Quellen und ikonografische Belege zur Bergbaugeschichte vor und präsentierten vorläufige Resultate archäologischer Untersuchungen zu Bergbau- und Verhüttungsstätten in Deutschland und Tschechien. Im Fokus standen die Forschungen auf dem böhmischen Kremsiger und im sächsischen Dippoldiswalde sowie die Weiterentwicklung der Dokumentationsmethoden montanarchäologischer Funde und Befunde wie bspw. die Nutzung des Geografischen Informationssystems (GIS). Großen Raum nahmen die naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Landschafts- und Umweltgeschichte und dem Einfluss der menschlichen Aktivitäten im Mittelalter ein, die mit den Auswirkungen des Landesausbaus sowie den Bergbautätigkeiten zusammenhängen.

Neben den Ergebnissen des ArchaeoMontan-Projektes wurden auch neueste Forschungen aus anderen Montanregionen u.a. der Böhmisch-Mährischen Höhe näher präsentiert. Ein deutsch-schweizerisches Forschungsteam stellte Untersuchungen zum prähistorischen Kupferbergbau in den Schweizer Alpen vor, die derzeit an der Universität Zürich durchgeführt werden.
Die Tagung fand im Rahmen des durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanzierten Projektes „ArchaeoMontan 2018 – mittelalterlicher Bergbau in Sachsen und Böhmen“ statt, das Teil des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014–2020 ist.

Über das Projekt:
Das durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanzierte Projekt „ArchaeoMontan 2018 – mittelalterlicher Bergbau in Sachsen und Böhmen“ setzte im Jahre 2015 an das erste ArchaeoMontan-Projekt 2012–2015 an, das in Rahmen des Ziel3-Programms der Europäischen Union gefördert wurde. Im laufenden Projekt arbeiten und forschen neun deutsche und tschechische Institutionen zusammen. Im Fokus des Interesses der Wissenschaftler steht die Dokumentation und Interpretation mittelalterlicher Bergbauspuren sowie die Erforschung der Umwelt der mittelalterlichen Bergleute. Projektzeitraum: 1. 9. 2015 – 31. 8. 2018.
Weitere Informationen finden Sie auf www.archaeomontan.eu.

Veranstaltungsort: Kulturní dům Střelnice, Čechova 147, 432 01 Kadaň, Tschechische Republik
Datum: 30.–31.03.2017

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